Was versteht man unter dem 'Going Concern'-Prinzip?
Lernkarten - Besondere Prüfungsgebiete
Going Concern & Latente Steuern Prüfungsgebiete
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Häufige Fragen zur Besondere Prüfungsgebiete
Was versteht man unter dem Going Concern-Prinzip?
Das Going Concern-Prinzip besagt, dass ein Unternehmen als fortbestehend angesehen wird, solange keine gegenteiligen Anzeichen vorliegen. Es bildet die Grundlage für die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden im Jahresabschluss. Bei Zweifeln an der Unternehmensfortführung müssen besondere Bewertungsansätze angewendet werden.
Wann muss die Going Concern-Annahme in Frage gestellt werden?
Die Going Concern-Annahme wird hinterfragt bei erheblichen Finanzierungsproblemen, anhaltenden Verlusten oder drohender Zahlungsunfähigkeit. Auch rechtliche Probleme wie Insolvenzverfahren oder der Verlust wichtiger Lizenzen können Zweifel aufkommen lassen. Der Wirtschaftsprüfer muss solche Risiken bewerten und gegebenenfalls im Bestätigungsvermerk erwähnen.
Was sind latente Steuern und wie entstehen sie?
Latente Steuern entstehen durch zeitliche Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlicher Gewinnermittlung. Sie werden als aktive latente Steuern (Steuererstattungsansprüche) oder passive latente Steuern (zukünftige Steuerschulden) bilanziert. Diese Unterschiede gleichen sich typischerweise in späteren Perioden wieder aus.
Wie werden aktive latente Steuern behandelt?
Aktive latente Steuern entstehen, wenn der Steueraufwand höher ist als der handelsrechtliche Aufwand. Sie stellen einen Anspruch auf zukünftige Steuerminderungen dar und werden als Vermögensposten bilanziert. Nach HGB besteht ein Aktivierungswahlrecht, nach IFRS sind sie grundsätzlich zu aktivieren.
Welche Bewertung gilt für passive latente Steuern?
Passive latente Steuern müssen sowohl nach HGB als auch nach IFRS grundsätzlich gebildet werden (Passivierungspflicht). Sie werden mit dem Steuersatz bewertet, der zum Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der Differenzen gelten wird. Die Bewertung erfolgt nicht abgezinst, da es sich um Steuerschulden handelt.
